Ballsportschule

Ballsportgruppe

An der Ballsportschule, die auch in Kooperation mit der Grundschule Bösensell organisiert wird, können Kinder der 3., 2. und 1. Klasse teilnehmen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Vereinszugehörigkeit in der Abteilung Gymnastik-Jugend. In den Trainingsstunden erlernen die Kinder in freier Form das „ABC des Spielens“. Dieses Ballschul-ABC soll den Kindern genauso vertraut werden, wie das normale ABC. Ähnlich wie Buchstaben das Baumaterial für Wörter und Sätze bilden, besteht das Ballschul-ABC aus Bausteinen, die in mehr oder weniger allen Sportspielen vorkommen. Die Kinder lernen mit Anforderungen umzugehen, die für die Familie der Sportspiele typisch sind. In diesem Sinne werden sie z.B. geschult „Lücken zu erkennen“, sie verbessern ihre Ballkoordination und lernen die Flugbahn von Bällen einzuschätzen. In der Ballschule wird nicht einfach Volleyball, Fußball, Handball, Basketball oder Hockey gespielt. Zum Einsatz kommen vielmehr Baustein-Spiele und Baustein-Übungen. Ihnen ist gemeinsam, dass jeweils eine oder mehrere der Anforderungen aus dem ABC der Miniballschule, der sportspielübergreifenden Ballschule oder den sportspielgerichteten Ballschulen in hoher Dichte zu bewältigen sind. Bei der Durchführung der Spiele und Übungen sind folgende Leitlinien der Ballschule von Bedeutung: das Prinzip der Vielseitigkeit und das Prinzip des freien, unangeleiteten Lernens. Mit diesen beiden methodischen Festlegungen grenzt sich die Ballschule von allen anderen traditionellen Vermittlungsverfahren ab. Kinder sind von Natur aus Allrounder und keine Spezialisten. Die meisten Baustein-Spiele und Baustein-Übungen können sowohl mit der Hand, dem Fuß oder dem Schläger ausgeführt werden. Derartige breite Erfahrungssammlungen haben viele Vorteile. Zahlreiche Studien zeigen, dass sie langfristig betrachtet weitaus größere motorische und taktische Lernfortschritte ermöglichen als ein spezifischer Einstieg in die Welt der Spiele. Ganz wichtig ist, dass eine umfassende vielseitige Ausbildung auch dazu führt, dass die Kinder und Jugendlichen nicht wieder frühzeitig aus dem Sport aussteigen.